Anja
Kruse
O-Ton über Buddhismus in ihrem Leben
Warum ich den Buddhismus des Nichiren
Daishonin praktiziere. Warum ich Mitglied der Soka
Gakkai bin (nicht zu verwechseln mit Nichiren Shoshu,
eine Tempelsekte, die die Mitglieder den teilweise abstrusen
Regeln der Priesterschaft unterwirft!)
Ich bin seit Ende 1994 praktizierende Buddhistin, Mitglied
der Laienorganisation Soka Gakkai (Gesellschaft zur Schaffung
von Werten und Förderung von Kultur und Erziehung - im
internationalen Dialog in Bezug auf die Förderung des
Weltfriedens auf der Basis des Buddhismus des Nichiren Daishonin
(Japan,13.Jh.), der sich auf das Lotus-Sutra (von Shakyamuni
Buddha) bezieht, das besagt, daß jeder Mensch den Buddhazustand
in sich trägt und man durch Gebet (Rezitationen) und
täglich aktives (positives!) Leben diesen Zustand entwickeln
kann mit dem Endziel - wenn alle diese "menschliche Revolution"
vollzogen haben, es den Weltfrieden geben wird.)
Ich bin über Esoterik dorthingekommen, wo es ähnliche
Grundsätze gibt, z.B. das Prinzip Mikrokosmos-Makrokosmos
(wie im Kleinen so auch im Großen) oder das Prinzip
der Kausalität: alle Erscheinungen unterliegen dem strengen
Gesetz von Ursache und Wirkung. Danach sind die Lebensbedingungen
eines Menschen – sein Schicksal (Karma) – die
Summe aller vorausgegangenen Taten (schlechte und gute) Damit
habe ich also die Chance, durch neue (bessere) Ursachen mein
Karma zu verändern, bin also nicht einem „Schicksal“
oder dem Willen einer „göttlichen Instanz“
hilflos ausgeliefert!!! Mein Karma bin ich und somit ist es
veränderbar! Und durch das chanten von Nam
Myoho Renge Kyo setzt man die höchste Ursache, eine
Ursache, die negative Wirkungen aus der Vergangenheit ausgleichen
kann.
Seitdem ich das begriffen habe, komme ich mit meinem Leben,
meiner Umwelt viel besser klar. Ich gebe nicht mehr anderen
– oder „irgendjemand da oben“ die Schuld.
Ich kann und muss(!) selbst etwas dafür tun, wenn etwas
in meinem Leben schief läuft – oder wenn ich das
Gefühl habe, zuviel „schweres Gepäck“
von anderen Leben mitschleppen zu müssen. Ich allein
habe die Verantwortung für mich und – da alle Lebewesen
miteinander verbunden sind – auch für andere. Eines
ist selbstverständlich klar, das bedingt natürlich,
dass ich nicht nur an dieses jetzige und einzige Leben glaube...
Seelen müssen immer wiederkehren um Karma anzusammeln
und aufzuarbeiten (was für eine wunderbare Chance! –
Damit ist der Tod auch nur noch eine Tatsache des Lebens,
einfach die „Nacht“-Seite und verliert somit seinen
„christlich-eingeimpften“ Schrecken!) Und allen
Zweiflern sei gesagt: es gibt inzwischen so viel Erfahrungsberichte
über Reinkarnation, die selbst hartgesottene Katholiken
ins Schleudern bringen dürften...
Buddhismus heißt: „Vernunft“.
Buddhismus erklärt, wie das Leben funktioniert.
Praktizieren
heißt zum einen: chanten (rezitieren) und zwar eine
Art „Mantra“ (wenn man das so ausdrücken
will): NAM MYOHO RENGE
KYO. Die positiven Energien, die das chanten von „Nam
Myoho Renge Kyo“ in mir frei setzt, wirken natürlich
nach außen, das heißt, man entwickelt seine innere
- und damit auch äußerliche - Persönlichkeit,
sichtbar für andere! Indem man sich verändert, verändert
man auch sein Umfeld! Das nennt man: MENSCHLICHE REVOLUTION.
Ich verändere (verbessere) mich – und damit verändert
(verbessert) sich die Welt um mich herum. Im Kleinen –
und im Großen - trage ich damit zur Förderung des
Friedens in dieser Welt bei. Das ist das Ziel der Soka Gakkai
(Es sei am Rande bemerkt, dass aufgrund der Aktivitäten
für den Weltfrieden seitens des Präsidenten der
Soka Gakkai, Daisaku Ikeda, die Soka Gakkai als „Non-Governmental-Organisation“
der UNO angeschlossen ist.
Ich bete vor dem „Gohonson“
(eine Art Schriftrolle, auf der das Gesetz des Lebens (Nam
Myoho Renge Kyo) niedergeschrieben ist) um meine Buddhaschaft
zu verwirklichen, den allerhöchsten Lebenszustand, den
es gibt (der höchste von zehn! - Der niedrigste ist der
Zustand der Hölle) – um frei zu sein von diesem
ganzen „menschlich-irdischem Kram“, der einen
in seiner Entwicklung behindert, und um unabhängig von
der Erfüllung meiner Wünsche glücklich zu sein.
Darum geht es nämlich! Alle Dinge, alle Lebewesen tragen
die Zehn Welten
(Lebenszustände) in sich, und selbstverständlich
tut das auch der Gohonson, bei dem besonders die Buddhaschaft
manifest ist. Bete ich vor dem Gohonson, ist das wie ein Spiegel,
der mir meine eigene Buddhaschaft zeigt und mich motiviert,
diese zu erwecken.
Mich persönlich hat die Wahrheit und Logik überzeugt,
mit der diese Philosophie, dieser (im täglichen Leben
tatsächlich beweisbare!) Glaube in unserem Leben funktioniert.
Und diese Lebenszustände (Zehn Welten) sind mir nur allzu
vertraut... Hölle, Hunger, Animalität, Ärger,
Ruhe vorübergehende Freude, Lernen, Teilerleuchtung,
Bodhisatva (jemand, der verzichtet, ein Buddha zu werden,
um anderen Menschen zu helfen, ihre Buddhaschaft zu verwirklichen
– Menschen wie Martin Luther King, Mutter Theresa, Florence
Nightingale, der Dalai Lama u.v.m.) - und natürlich der
Buddhazustand, die „Erleuchtung“, wenn man die
Wahrheit des Lebens begriffen hat (wie Buddha oder auch Jesus)
Anders als in vielen buddhistischen Schulen ist diese angestrebte
„Erleuchtung“ kein transzendenter Zustand, man
schwebt nicht irgendwo an einer Decke, fühlt und hört
nichts mehr und ist irgendwie weggetreten. Das fand ich immer
schon ein bisschen albern und fraglich, ob das eine Lösung
ist, sich selbst und die Welt zu verändern.
Die „Erleuchtung“ bei Nichiren Daishonin ist das
Erwachen der Buddhanatur, ein Zustand höchster Weisheit
und Lebenskraft und dauerhaften Glücks, also der völlige
Einklang des Menschen mit seiner Umgebung und den Gesetzen
des Universums, unabhängig von seiner realen Situation
auf Erden!
Ich bete natürlich
auch ganz konkret für mein eigenes Glück und die
Erfüllung meiner Wünsche, das ist absolut okay!
Natürlich schließe ich in diese Gebete auch die
anderen Menschen mit ein: es ist wichtig, dass wir alle glücklich
sind, denn: wir „sitzen alle im selben Boot“,
sind alle miteinander verbunden. Ich poliere mein Leben und
ermutige Andere , es auch zu tun. Natürlich ist das nicht
immer ganz leicht. Ich habe festgestellt, als ich mit dem
praktizieren begann, was für Schwierigkeiten und Hindernisse
(meine eigenen inneren Feinde, die ich bisher nicht erkannt
hatte) mir um die Ohren flogen! Es ist, wie wenn man eine
jahrelang unbenutzte Wasserleitung wieder in Gang bringt,
da kommen erstmal die ganzen Ablagerungen und eine scheußlich
braune Brühe aus dem Hahn, bis das Wasser endlich klar
wird!
Ich bemühe mich, mit meinem aktiven Handeln und Wirken
– also dem, was mein Leben ausmacht – Werte zu
schaffen. In Bezug auf Partnerschaft, Freundschaften, Beruf
– kurz: alle Dinge, die ich anfasse. Deshalb ist diese
Form des Buddhismus für mich absolut kompatibel mit einem
„normalen“ Leben!
Man muss keine orangefarbenen Gewänder anziehen, in Sandalen
schlüpfen, nur Grünzeug mit Sojasauce futtern und
sich in die Abgeschiedenheit eines Klosters zurückziehen.
Jede Art von Askese würde es einem ja auch zu leicht
machen:
Es geht nämlich nicht darum, seine „irdische Begierden“
zu unterdrücken und auszumerzen, sondern: „irdische
Begierden in Erleuchtung zu verwandeln“ – also
mit dem Hier und Jetzt in dieser Gesellschaft, mitten im pulsierenden
Leben, sein eigenes Schicksal zu formen, in seinen alltäglichen
Tätigkeiten Erfüllung zu finden, wertvolle Ursachen
zu schaffen für ein ultimativ positives Welt-Karma (und
damit auch dem eigenen!) und den Sinn des Lebens erkennen.
Wie soll das gehen, wenn man sich von der Welt, vom Leben
entfernt? Wie soll man in der Einöde das Leben begreifen?
Das hatte Buddha auch eines Tages eingesehen – doch
waren seine „vorherigen Lehren“ schon längst
„unterwegs“ (deshalb die vielen buddh. Schulen)
Ich finde, (um es in christlicher Terminologie auszudrücken)
dass es viel zu leicht ist, im Exil in der Wüste nicht
zu „sündigen“ – im „Getümmel
der Großstadt“ aber....
Der Buddhismus des Nichiren
Daishonin lehrt allgemeingültige Prinzipien des Humanismus
und qualifiziert sich damit als Weltreligion in der heutigen
Gesellschaft. Für mich die einzig praktikable Form der
Religionsausübung, weil: konkret, ohne Dogmen und mit
einem klaren Ziel, nämlich dem Weltfrieden!
Deswegen habe ich den Buddhismus des Nichiren Daishonin angenommen
und bin Mitglied der Soka Gakkai geworden, deren Mitglieder
„ganz normale“ Menschen sind, die sich aufrichtig
in ihrem täglichen Leben um die „Wahre Lehre“
bemühen – ohne Regeln und Verbote oder „abgehobene“
Priester und vor allem ohne „Schuld-und-Sühne“-Prinzip.
Eben gerade, weil ich nicht jemand bin, der glaubt, nur in
einem tibetanischen Kloster oder in der Zen-Meditation –
in jenseitigen „Paradiesen“ - ob christlicher
oder islamischer Natur - oder in den Händen irgendwelcher
Priester läge das „Heil dieser Welt“. Wir
leben hier und jetzt – und es liegt in unserer Verantwortung
das Beste daraus zu machen („Gift in Medizin zu verwandeln“)
Nach Louis XIV – leicht abgewandelt in freier Übersetzung:
mon état, c’est moi -
mein Zustand, das bin ich!
Lieber Besucher
meiner Homepage. Dies ist lediglich ein Versuch, Sie/Dich
über meinen persönlichen Lebensweg aufzuklären.
Jegliche missionarische Tätigkeit liegt mir fern.
Für diejenigen, die genau wissen wollen, wie ich dazu
gekommen bin, hier der Link zu meinem Erfahrungsbericht
anlässlich einer Versammlung in unserem Kulturzentrum
Villa Sachsen in Bingen.
Vorsicht: es wird so viel Schwachsinn und schlecht recherchierter
Gemeinplatz über dieses Thema in der Presse und auch
im Internet verbreitet. Es lohnt sich nicht – ich habe
es ausgetestet – aufs geradewohl herumzusurfen!!!
Empfohlene Links:
http://www.sgi-d.de/
(Homepage der Soka Gakkai Deutschland)
www.chant4.co.uk/sgi
(englische website – z.B. übers chanten)
http://www.sado.freeserve.co.uk/
(Soka Gakkai England)
Alle Presseartikel über mich, die diesem von mir verfassten
Text widersprechen, sind frei erfunden und ohne meine Genehmigung
erschienen.
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